Perspektiven
Das GfMB orientiert sich auch zukünftig an sich verändernden Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen. Dies erfordert eine kontinuierliche Weiterentwicklung bestehender Konzepte und adäquater Organisationsstrukturen. Angestrebt sind ein ständiges Bemühen um Verbesserungen und die Suche nach neuen und integrativen Lösungen.
In Zusammenarbeit mit anderen Trägern sind differenzierte und ausreichende Wohnangebote mit entsprechender Betreuung, orientiert an der notwendigen Hilfestellung für den einzelnen behinderten Menschen anzustreben.
Partnerschaftliche Lebensformen sollen so weit als möglich unterstützt werden. Für alte behinderte Menschen sind individuelle und bedürfnisorientierte Formen der Betreuung und des Wohnens zu entwickeln. Durch regional orientiertes Wohnen sollen gewachsene familiennahe soziale Beziehungen erhalten und gefördert werden.
Ambulante offene Hilfen sind weiter auszubauen und sollen die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und ihren Angehörigen erhöhen. Sie umfassen u.a. pflegerische, medizinisch-therapeutische, mobile und familienentlastenden Dienste und freizeitgestaltende Angebote.
Das GfMB unterstützt Eigeninitiativen von Menschen mit Behinderungen und deren Angehörigen wie zum Beispiel in der gegenseitigen Beratung (Peer Counceling), beim Aufbau von Nachbarschaftshilfen und beim Aufbau von Netzwerken.
Moderne Möglichkeiten der beruflichen Bildung sowie der Freizeit- und Lebensgestaltung sind zu erschließen, die größtmögliche Normalität, Mitbeteiligung, Selbstbestimmung und Gleichstellung zulassen, unter Berücksichtigung bereits vorhandener Freizeit-, Bildungs- und Beratungsangebote wie Volkshochschule, Vereine, Betreuungsvereine etc.
Das GfMB hat das Ziel, die Qualität der Dienstleistungen an und für behinderte Menschen in den einzelnen Einrichtungen zu sichern und zu fördern, auch auf dem Hintergrund gesetzlicher Novellierungen. Maßnahmen im Sinne eines umfassenden Qualitätsmanagements ("Total Quality Management" (TQM)) helfen Leistungsstandards zu erhalten und zu verbessern und sind Ansporn für Partner des Gemeinschaftswerkes.
Im Rahmen der Europäischen Union bedeutet dies für das GfMB, in den entsprechenden Gremien und Verbänden für die Sicherung und Erhaltung der Qualität der Behindertenarbeit auf europäischer Ebene einzutreten.
Das Leitbild des Gemeinschaftswerkes unterliegt der Dynamik gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen. Daraus folgt die Anforderung der Reflexion und Weiterentwicklung. Dies soll in einem Rhythmus von etwa fünf Jahren im Dialog zwischen interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der Gesamtmitarbeitervertretung, den Leitungsverantwortlichen und der Geschäftsführung realisiert werden.

